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und der letzte vorhang ist gefallen

du sahst ihn eher fallen als ich und wolltest mich davor schützen, genauso zu fallen wie der vorhang. aber konntest es nicht. solltest es nicht, weil weitermachen nur theater gewesen wäre. ganz schlechtes theater.
nicht jede inszenierung hat ein gutes ende und wir brachen unsere kurz nach der exposition ab. du brachst ab, weil es nicht reichte und war für mich schon viel weiter im drehbuch vorangeschritten und dachte, ich wisse, dass du genauso fühltest wie ich. vertan. wie der hahn sprach, als er von der ente stieg. ich kann nicht abbrechen, aber ich muss, weil du nicht mehr da bist, auch wenn ich dich überall sehe. in meiner stadt, in meiner wohnung, in meinem bett, in meinem herz. im sturm hast du all das erobert und dich eingebrannt, denn es passte. perfekt, ohne korrekturen und wundervoll in mein leben. du wurdest ein teil, der teil, der mich am innersten punkt berührte, streichelte und geborgenheit gab. jetzt schmerzt das alles und lähmt mich. reißt mich in stücke, sobald ich etwas sehe, rieche oder nur die augen aufschlage.
du bist weg. das ist weg, was ich brauchte und was mir kraft gab, zu schwimmen, um mich im großen, neuen ozean zurechtzufinden. du hast mir einen rettungsring dagelassen, auf dem freundschaft steht. ich kann ihn nicht greifen. noch nicht. aber ich hoffe, ihn irgendwann greifen zu können und in dein boot zu steigen, damit wir zusammen schippern können.
mir ist kalt. immer, egal was ich tue, denn mein feuer ist erloschen. die kleine flamme, die da war, ist erlischt. alles wieder auf anfang und noch weiter zurück. als hätte ich einen teil bei dir gelassen, in der großen stadt mit den hochhäusern und dem goetheschillerpark, wie ich ihn vor fünf tagen noch getauft habe. unser park. wir. aber das alles nur in meinen erinnerungen. du nur noch in meinen erinnerungen. sie sind stark, zu stark für mich und drängen mich in die ecke. in der auch nur du wartest.
ich muss in meine alten ecken zurück. aber auch da bist du überall hin, bei jedem telefonklingeln, bei jeder sms, bei jeder tagesthemensendung, bei jedem verdammten mal "patience" im radio und in jedem kinderpingui. ich seh mich um, aber auch da bist du. überall hast du dich in miniatur eingepflanzt, um mich zu erinnern. nicht mal auf der straße bin ich sicher, weil ich dein auto sehe.
ich wünschte, ich könnte wütend sein, dich verfluchen und das ganze als schlechte erfahrung abhaken. nicht mal das kann ich, weil es wundervoll war. und weil der letzte vorhang zwar dramatisch, aber fair war. ich muss dich aus meinem drehbuch rausschreiben, in eine nebenrolle. doch die wirst du nie sein, weil du zar nur kurz, aber dafür umso intensiver und schneller meine hauptrolle warst und die auch bleiben wirst. ich kann dich nicht mehr aus mir herauswerfen, dazu bist du zu sehr drinnen, aber ich kann damit leben. alle tränen um uns weinen und das alles so sehr in mir verankern, dass ich dich wundervollen menschen nicht verliere, sondern du noch wertvoller wirst, wenn du mein freund bist. denn ich weiß, dass du einer der menschen bist, die ich in mein drehbuch gucken lasse. die in meinem leben eine hauptrolle spielen dürfen und mir dennoch nicht die show stielen. es wird eine hoffnung sterben, die gerade blüht, denn du hast dich nicht vertan. das würde nicht zu dir passen. du wirst nicht in ein, zwei monaten anrufen und mir sagen, dass du dich vertan hast. dass es nicht so ist, wie du es mir sagtest. nein. das wird nicht passieren. und ich werde das irgendwann verstehen, hinnehmen und meine hoffnung auf einen anderen projezieren, ohne dich aus meinem herzen zu werfen.
das alles wird zeit brauchen. ich werde zeit brauchen. und der vorhang wird die tränen trocknen und sich über unsere gemeinsame zeit legen, bis er wieder aufgeht und uns den zweiten akt präsentiert.
5.1.07 00:10


du

du, du und immer nur du. du bist in meinem kopf, in allem, was ich sehe, fühle, rieche oder denke. du blockierst meine gedanken, lässt mich nicht los und machst mich unfähig, den kopf frei zu bekommen. ich weiß, dass es falsch es, dass es mir weh tut, aber ich kann nicht dagegen kämpfen. jede sekunde mit dir hat sich in mir eingebrannt und quält mich. deine stimme fehlt mir zum einschlafen, deine sms fehlen, um mir den tag zu verzaubern und mir in lächeln zu schenken. mein herz lächelt nicht mehr, es frisst mich auf, weil du in ihm wohnst. wohntest. das gefühl, dass das alles vorbei ist, macht mich kaputt. ich will unsere zeit zurück, will dich zurück und will, dass vorgestern nacht nicht wirklich ist. lass mich aufwachen aus diesem traum, lass alles wie vorher sein. lass dich wieder in meinem leben sein.

aber da ist nichts außer meiner erinnerungen. ich will dir schreiben, dich hören und dich hier haben, aber nicht als freund, sondern als der mensch, der du für mich warst. bist. es ist pervers und abartig, wie sehr mein leben sich um dich gedreht hat- wie um eine droge, die ich brauche. ich bin auf entzug und er tut weh. es tut körperlich weh und es gibt keinen ausweg. lenke ich mich für einige minuten ab und meine, es tatsächlich zu schaffen, kommt irgendwas, das mich zurückschmeißt. zuviel haben wir in diesen drei monaten geteilt, zu nah warst du mir und zu sehr hab ich dich in mein leben gelassen. meine liebe hat dich verschlungen und will dich festhalten, aber mein verstand prügelt auf sie ein und sagt ihr, dass sie loslassen muss. doch es geht nicht. zu stark sind diese gefühle, dieser verlust und meine sehnsucht nach den alten zeiten.
ich weiß, dass es weitergehen muss und weiß auch, dass du dein leben weiterlebst, so wie auch meins weitergeht. und es tut weh. von 100 auf null, von jetzt auf gleich. ich kann es nicht. es geht nicht. aber ich kann auch nicht mit dir sein, könnte es nicht ertragen, deine stimme zu hören - jetzt als bester freund. es geht nicht mit dir, weil du jetzt anders bist. du darfst nicht mehr der sein, der du für mich warst, weil es keinen sinn macht. genausowenig wie es sinn macht, in der alten zeit zu versinken, aber ich tue es, weil ich nicht anders kann. ich bin zu schwach, um aufzustehen und dich zu vergessen, weil du zuviel von mir mitgenommen hast.
natürlich werden andere kommen, irgendwann, aber sie sind so weit weg, genauso weit weg, wie du für mich gerade bist. es ist unüberbrückbar, was deine worte zwischen uns geschaffen haben, was sie in mir zerstört haben. meine hoffnung, meine freude, das leuchten in meinen augen und die freude an all den dingen, die ich durch dich hatte, obwohl sie mir so fern waren und nicht interessierten. ich hörte dir zu, ließ mich anstecken von deinem feuer für deine materie und übertrug dieses feuer in mich. ich spürte, wie es in mir brannte und wie es mir gut tat. wie es mich ausfüllte.
all das rächt sich jetzt und reißt mich in stücke. es geht nicht. ich komme davon nicht los, egal, mit was ich mich beschäftige. und selbst wenn ich mich nicht beschäftige, ist der schmerz sofort wieder da. ich kann nicht schlafen, ohne deine stimme, deine wünsche und den gedanken, dass du morgen wieder da bist und mich weckst. denn da ist nichts, was mich weckt.
ich will wissen, wie es dir geht, was du machst, was du denkst, aber ich darf nicht, denn der bereich gehört mir nicht. nicht mehr. wir werden irgendwann freunde sein und ich kann zurückblicken, aber dieser verlust bleibt. der verlust eines menschen, den ich liebte und der mich zu anfang noch zurückliebte.
je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, was für ein besonderer mensch du für mich warst. was du mir geschenkt hast, was du mir bedeutet hast und wieviel kraft ich durch dich bekam. wie sehr ich mich in dich verlieben konnte und wie sehr es mich abhängig machte. du, du und immer wieder du. zuviel zu großes du in meiner kleinen großen welt. zuviel du in mir. zuviel, was mich füllte und stütze. und zuviel, was mich nun zerfrisst und lähmt.
5.1.07 23:35


besser?

es wird bsser. oder zumindest bin ich gut darin, mir das einzureden. mich abzulenken und mir das gefühl zu geben, dass du langsam aus meinen gedanken, aus meinem herz, aus mir verschwindest. ich setze mir zwischenzeitlich ein krönchen der verdrängungskünstlerin auf. aber es rutscht und passt mir nicht, weil es zu schwer für mich ist. zu groß, zu...ach was weiß denn ich.

denn es ist nicht besser geworden. es scheint besser zu sein, wenn ich beschäftigt bin, abgelenkt werde, nicht nachdenke. oder mir den kopf mit dingen zudröhne, die keinen platz für mein herz lassen. doch es schreit, schreit immerzu und immer noch nach dir. denn ich schreie nach dir und stürze mich mit all meiner verzweiflung und meinem schmerz in ablenkung. und dann gibts diese momente wie diesen, in dem nichts mehr geht. in dem mir alles so unsinnig und bescheuert erscheint, was ich versuche, um meinem herz keinen platz zu geben, um laut zu sein. aber es ist laut, denn wie könnten sehnsucht und schmerz leise sein. sie waren es in mir noch nie, vielleicht, weil ich einfach so bin wie ich bin, mit dem herz im kopf. vielleicht wäre es alles anders gelaufen, wenn es dort nicht wohnen würde, wenn ich dich damit nicht unter druck gesetzt hätte. zum glück lässt das herz ein wenig platz für den verstand, der mir immer wieder sagt, dass es nicht so ist. meine was-wäre-wenn-spielchen abbricht und mir nicht die schuld gibt, denn es gibt keine schuld zu tragen. höchstens du könntest schuld haben, aber daran kann und will ich nicht denken. es wäre nicht besser, wenn ich dir die schuld geben könnte. was würde es auch ändern? was könnte es auch ändern? und da diese antwort mir nie gegeben wird, macht es keinen sinn, mich in hypothtischen gedanken zu verfangen und mich damit scheinbar zu trösten.

es ist, wie es ist. nicht besser.
21.1.07 00:47





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